Wer das liest ist doof. Ne, aber der/die hat es durch 2020 geschafft und dafür kann man sich ja eigentlich mal auf die eigene Schulter klopfen! Ich hoffe, dass ihr es alle gut in das neue Jahr geschafft und die Hoffnung nicht aufgegeben habt. Ich persönlich habe auf jeden Fall die Hoffnung, dass sich der allgemeine Zustand ein bisschen normalisiert. Aber ich habe auch eingesehen, dass man sein Glück nicht von Dingen abhängig machen sollte, die man eh nicht beeinflussen kann. Außerdem sollte man das, was man kann, in die eigene Hand nehmen. Für mich bedeutet das konkret, dass ich meinen Gemütszustand nicht von meiner Jobsuche abhängig machen sollte. Das hat mir viele Probleme in 2020 bereitet. Besonders, da ich mir selbst den Druck gemacht habe, dass ich dringend einen Job brauche und wie selbst ein Master und Weiterbildung zu Hause einfach nicht genug ist. Durch die Einstellung hat sich natürlich viel Frust und das Gefühl des Scheiterns aufgestaut. Ich konnte/kann kaum über das Thema reden, ohne den Rest des Tages schlechte Laune zu haben – und schlechte Laune ist irgendwie noch zu vorsichtig ausgedrückt. Ich habe mich entschieden, dass damit jetzt Schluß ist. Mit Job oder ohne.

Ich habe viele Bewerbungen geschrieben, Leute nach Stellen gefragt und mich im Programmieren weitergebildet. (Bin noch dabei!) Außerdem habe ich mein Studium endlich sehr gut beendet. Das Alles klingt nicht nach einem Grund sich andauernd kacke zu fühlen. Ich möchte das Jahr dafür nutzen, um einzusehen, dass ich wunderbar bin und viel erreicht habe. Und das solltet ihr auch, wenn es euch schlecht geht. Soweit ich das gehört habe, hat Niemand, den ich kenne, in 2020 gefaulenzt. Und das während der Pandemie. Das ist ein guter Grund, stolz auf sich zu sein! Ich finde, dass nur ein absolutes Arschloch nach so einem Jahr Druck auf andere Ausüben würde (mit dem Gedanken an mögliche zukünftige Bewerbungsgespräche und “was ist denn da in 2020 passiert?”).

Trondheim

Dieses Jahr werde ich einfach weiter mit dem machen, was ich bereits gemacht habe. Nicht aus Faulheit, sondern weil man nicht viel mehr machen kann. Außerdem ist das ja eingentlich eine gute Gelegenheit, um so viel Freizeit zu nutzen. Irgendwie schön blöd so viel Zeit zu haben, die man nur nutzt, um sich schlecht zu fühlen. Am Ende sollte man einfach keine Ratschläge von Leuten hinnehmen, die nie in solch einer Situation waren und noch weniger nachvollziehen können, wie sie sich für die Person anfühlt (eben nicht in der Haut der Person steckt). Ok, der Satz hat sich vielleicht auf hypothetische Szenarien in meinem Kopf bezogen. Der Punkt ist: Zeit sich selbst ein bisschen mehr zu lieben und Anerkennung zu schenken.

Dann gibt es da noch eine spannende Sache, die sich nähert. Nachdem der Norwegen Besuch von unseren Freunden aus Göttingen ins Wasser gefallen ist, wollten wir eigentlich eine Mini-Version davon veranstalten, die aber auch ins Wasser gefallen ist (2020 eben). Danach haben wir allerings mit Stefan weiter darüber geredet, wie er zu Besuch kommen könnte. Die Antwort ist genau das, was uns erwartet: Nach Norwegen reisen, die Quarantäne hinnehmen und dann so lange bleiben, dass es sich auch lohnt. Jetzt sind rund 2 Monate geplant. Man könnte quasi sagen, dass wir ihn als Mitbewohner kriegen und darauf freue ich mich schon sehr! Alle Details sind so geklärt, wie man sie eben klären kann. Wir wollen ein bisschen hier in Steinkjer sein, aber auch auf die Lofoten und mindestens eine Hütte reisen. Da sowohl Arbeit, als auch Bewerbungen ,Bewerbungsgespräche und Weiterbildung digital sind, ist eigentlich Alles wie vorher, nur besser und voller willkommener und nötiger Abwechselung.

Ansonsten haben wir sowohl ein schönes Weihnachtsfest mit Johannas Familie verbracht, als auch einen schönen, kleinen Hüttenurlaub mit Theresa gehabt. Dazu habe ich wieder ein kleines Video gemacht! Ich hoffe, ihr konntet aus diesem Blogeintrag etwas positives mitnehmen und dass ihr auch Kurs auf ein besseres 2021 setzt!

PS: Dieses Jahr möchte ich außerdem a) einen Marathon laufen b) den 48km Ultramarathon auf den Lofoten laufen (siehe Video):

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