Mai

Seit dem letzten Blogeintrag ist viel Zeit verstrichen, viele Dinge sind passiert und einiges steht noch aus. Ich habe die 700 Etagen an einem Tag erklommen, war in Deutschland und habe meine erste Klausur geschrieben. Während in meinem letzten Eintrag noch ein Bild von Schnee zu sehen ist, hatten wir inzwischen schon eher T-Shirt Temperaturen.

Kurz nach den 700 Etagen sind Johanna und ich nach Deutschland geflogen, wo wir bei meinen Eltern und Freunden in Göttingen waren. Wir sind hier bei grob 0°C losgeflogen und bei 20°C angekommen, was eine ganz schöne Überraschung war. Insgesamt war es schön, wieder in Deutschland und auch Göttingen gewesen zu sein. Allerdings war das Ganze auch irgendwie hektisch, da ich versucht habe, möglichst viele Freunde zu sehen, während ich dort war. Hat sich aber gelohnt.

Seit wir zurück in Ås sind, gab es einfach unglaublich viel zu tun. Ich habe prinzipiell durchgearbeitet, da sich mindestens immer zwei Abgaben/Fristen überschnitten haben. Zuerst mussten wir in zwei Tagen beide eine Abgabe komplett schreiben. Da wir von früh morgens bis nachts durchgearbeitet haben, hat das auch geklappt. Johanna hatte danach nicht mehr viel zu tun, ich  aber noch mehr. Zum Beispiel musste ich einen Feldkursbericht mit 5 anderen schreiben, während ich eigentlich vollzeit mit einer Modellierung von Grundwasser beschäftigt war, zu der ich auch noch einen Abschlussbericht schreiben musste. Gleichzeitig habe ich noch drei verschiedene Vorträge vorbereitet. In dem “fortgeschrittene Hydrogeologie” Modul gab es dann rund 2 1/2 Tage, um sich für die Klausur vorzubereiten, welche heute war. Während all das geschah, musste ich mich außerdem noch mit meiner Masterarbeit auseinandersetzen, da wir am 15.05. alle einen offiziellen “Vertrag” dafür einreichen müssen. All das, was oben beschrieben wurde hatte auch (Abgabe)fristen, die innerhalb von 6 Tagen voneinander lagen. Dieses Mal habe ich den Streß ein bisschen besser unter Kontrolle gehabt, aber trotzdem seit 2-3 Wochen nicht mehr vernünftig geschlafen. Das heisst auch, dass ich die ganze Zeit müde und unkonzentriert war (und sehr emotional). Also es gab schon ein paar Perioden, wo ich am liebsten einfach aufgegeben und lange, lange geschlafen hätte. Am Ende habe ich mich aber zusammengerissen und alles geschaft. Von hier an ist es weniger Streß, aber eben immer noch mitten in der Klausurenphase. (Meine Prüfung heute lief gut, denke ich.) Wann ich die Datenerhebung für meine Masterarbeit anfange und wann ich dafür nach Berlin reise ist immer noch unklar, aber wir kommen dem Ziel näher.

Nach dem ganzen Chaos bin ich erstmal froh überhaupt frei zu haben. Wir wollten eigentlich einen Urlaub in Norwegen mit meinen Eltern machen, aber durch zu viel hin und her mit der Uni ist nichts daraus geworden. Dafür kommen ein paar Leute aus Deutschland für einige Tage vorbei. Da sie Johannas Eltern nicht unbedingt treffen müssen und sich sehr spontan frei nehmen können, ging das leichter zu planen. Darauf freue ich mich auf jeden Fall! Manchmal vergesse ich ganz, in was für einem schönen Land wir eigentlich wohnen, weil unsere Gegend hier recht landwirtschaftlich geprägt ist und wir prinzipiell nur zur Uni und zurück gehen. Sobald ich mit den Klausuren durch bin möchte ich mich mal ein bisschen in der Gegend umgucken und Landschaftsfotos machen. Meine aktuelle “Landschaft” sieht übrigens so aus:

 

Lasst euch nicht von dem hellen Licht am Fenster täuschen, unsere Wohnung ist immer so dunkel, dass man elektrisches Licht braucht. Ok, damit lasse ich es erstmal gut sein. Nach den Klausuren habe ich sicher endlich mal wieder spannendere Dinge zu berichten. Bis dahin muss ich aber weiter pauken.

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