Hüttenwochenende in Vinstra

Wir haben das Wochenende auf der Hütte in Vinstra gut überstanden und hatten gleichzeitig eine tolle Ausflucht aus Ås. Es war schön kalt, es gab jede menge Schnee, Skifahren und gemütliches vor dem Ofen sitzen.  Ich habe mich beim Skifahren wieder ordentlich aufs Maul gelegt, aber konnte den Sturz zum Glück mit meinem Gesicht bremsen. Ich würde sagen, dass das ganze Wochenende mit einer gemütlichen Stimmung überzogen war. Johannas Eltern haben uns jeden Tag motiviert, einen Ausflug auf Ski zu machen, nach dem es dann immer ordentlich Essen gab. Außerdem hatte ich mal wieder die Gelegenheit, meine Kamera zu gebrauchen – für Fotos und Videos.

Ok, das Bild ist ziemlich stark editiert, aber es geht ja auch darum, eine bestimmte Stimmung zu provozieren!

Mit der Masterarbeit geht es gut vorran, allerdings bin ich immer noch mit Laborarbeit beschäftigt und Johanna ist bereits dabei ihre Ergebnisse zu schreiben. Ich denke trotzdem, dass ich das noch schaffe, allerdings bin ich mir über das Stresslevel ab spätestens April doch inzwischen unsicher. Naja, aber das werde ich auch noch überstehen. Bisher habe ich auch schon 14 Seiten zusammen, was ja auch nicht Nichts ist.

Mit dem neuen Kettlebelltraining, das ich letztes Mal schon erwähnt habe, bin ich sehr zufrieden. Es ist auch schön, dass das sozialer ist, als eine normale Muckibude. Die Konidition, die davon und vom Joggen kommt, möchte ich gerne nutzen, um in einem Monat nach Möglichkeit einen Marathon zu laufen. Hier in Ås wird es einen Lauf geben, bei dem jede Stunde eine neue Runde mit je 6.7km anfängt. Dann läuft man es nicht am Stück, sondern hat jeweils eine Pause, bis die neue Stunde anfängt. Ich bin mal gespannt. Hoffentlich bin ich dann nicht in totaler Panik wegens Zeitmangel mit der Masterarbeit.

Dieses Wochenende wollen wir nochmal auf die Hütte – diesmal mit ein paar Freunden aus Ås.  Das wird sicher anders, als mit Johannas Eltern, aber bestimmt auch toll! Ich habe mir die Mühe gemacht und ein Video vom Hüttenwochenende geschnitten. Bis denne!

Auf dem Weg zum Master

So, der Alltag ist wieder da und es ist Zeit für ein Update. Eigentlich haben wir die Tage mit unseren Masterarbeiten gefüllt, aber ausnahmsweise sind die Abend in der Regel noch frei. Vielleicht ändert sich das ja kurz vor der Abgabe nochmal, aber wir haben früh angefangen und können auch viel machen, worauf wir Lust haben. Unter anderem hat uns die Serie The Blacklist gefesselt und wir haben viele soziale Abende. Das sind meistens Treffen in einer kleinen Gruppe mit unserer Freundin Theresa und noch ein paar anderen die ein bisschen variieren. Johanna, Theresa und ich gehen auch öfter zusammen zum Sport (Kettlebelltraining). Außerdem habe ich wieder angefangen zu joggen, um hoffentlich im April einen (Halb-)Marathon zu laufen. Einerseits hat Stefan mich inspiriert, indem er unvorbereitet einen Halbmarathon gelaufen ist, andererseits möchte ich gerne auf funktionelles Training umsteigen, um im Alltag mehr davon zu haben und meinen Körper ordentlich in Schuß zu halten. Bisher bin ich sehr zufrieden und habe das Gefühl, sinnvoller zu trainieren und auch mehr Spaß dabei zu haben, als bei gewöhnlichem Fitness Training (Muckibude).

Hoffentlich bin ich dann bald fertig mit allen Experimenten in der Masterarbeit und kann endlich mit dem Schreiben anfangen. Diese Woche war ich zum Beispiel noch so beschäftigt, dass ich gar nicht zum Schreiben gekommen bin. Aber ich komme dem Ziel näher. Außerdem ist das (leider) gutes Training, um mit Druck umgehen zu können. Darin bin ich leider schlecht. Aber Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung!

Vor Kurzem waren wir auf einem bekannten Autofriedhof in Schweden, wozu ich ein kleines Video gemacht habe. Bei der Gelegenheit haben wir auch noch das gute vegane Angebot in den schwedischen Supermärkten genutzt. Das war ein echt toller Trip! Mir macht das erstellen von solchen kleinen Videos echt viel Spaß und das lässt sich zum Glück super mit meiner Fotografie verbinden. Hier ist das Video von Schweden:

Nächste Woche sind ab Mittwoch Winterferien für die Schulen, weshalb wir mit Johannas Eltern und Opa zu einer Hütte fahren werden, wo hoffentlich viel Schnee liegt. Dann sind wir eine halbe Woche dort und müssen zwar an der Masterarbeit arbeiten, aber können eben auch die kurzen Ferien genießen. Und Ski fahren – ganz wichtig! Dazu möchte ich auch gerne ein Video machen, mal schauen, was sich so ergiebt. Zu eben der Hütte wollen wir dann später auch nochmal mit Freunden aus Ås fahren. Wie ihr seht, gibt es dieses Mal nicht zu viel zum Klagen. Ich möchte mich da auch mehr zusammenreißen.

Ja, dann lasse ich hoffentlich nach nicht so ewiger Zeit wieder von mir hören und lasse euch noch mit einem Video für echte hardcore fans zurück, die Bock haben einen kleinen Einblick in meine Masterarbeit zu bekommen. Das ist einigermaßen trocken, aber vielleicht gefällt es ja so Manchem. Zum Beispiel mir selbst in 15 Jahren in der Zukunft. Macht’s gut!

Weihnachten, Neujahr und 2020

Hallo und ein sehr spätes frohes neues Jahr! Wir haben das letzte Semester überlebt und damit auch die letzten Klausuren insgesamt geschrieben. Damit kann ich auch sagen, dass ich mich im Master nochmal ordentlich zusammengerissen habe und endlich mal ein richtig guter Student war. Nagut, die Masterarbeit steht noch aus, aber da habe ich auch ein gutes Gefühl!

Über Weihnachten war ich mit Johanna bei meinen Eltern, was teilweise ein wenig stressig war (Weihnachten halt), aber sonst ganz schön. Nach dem ganzen Stress mal ein bisschen gar nichts machen tut doch erstaunlich gut. Wir sind an Heiligabend gemütlich in die Kirche gegangen, hatten ein wunderbares Essen und haben viel gefaulenzt. Ich finde besonders die Vorweihnachtszeit, aber auch Weihnachten selbst, immer gemütlich. Schade nur, dass es auch das Fest des Stresses ist. Vielleicht kann man da ja irgendwie drüber stehen? Neues Jahr, neues Glück.

Wir haben auch Maschell besucht und zwei tolle Abende mit ihm gehabt, bevor wir dann nach Göttingen gefahren sind, wo wir noch mehr Freunde getroffen haben. Überraschenderweise war auch Stefan da, obwohl er eigentlich gerade einen Auslandsaufenthalt in Japan hat. Es war echt toll, dass er extra über die Feiertage angereist ist (außer der Klimabilanz – aber darüber zu meckern wäre sehr bitchig).  In Göttingen gab es einerseits viele tolle Erinnerungen an alles, was ich dort vorher erlebt hatte (wir waren z.B. am Willi, du weisst schon, wenn du gemeint bist) und andererseits haben wir andere neue Erinnerungen geschaffen. Zum Beispiel sind wir am 2.1.2020 auf den Kirchturm der St.Jacobi Kirche geklettert, was zwar irgendwie cool war, da man die ganze Stadt sehen konnte und so ein altes Gebäude einfach eindrucksvoll ist, aber meine Höhenangst hat auch so sehr zugeschlagen, dass ich Teile davon tatsächlich nicht mehr in Erinnerung hatte, ups. Das ist dann hoffentlich das angsteinflößendste, was ich dieses Jahr gemacht habe.

Außerdem habe ich jetzt eine kleine Drone, die ziemlich viel Spaß macht und mit der ich ein gutes Bild von unserem Wohnheim gemacht habe. So einen wahnsinnigen Winkel zu bekommen ist schon nicht schlecht! Wir wohnen in dem zweiten Gebäude von links (erste Reihe natürlich). Ich finde, man erkennt auf dem Bild auch gut, warum unsere Wohnung wohl so dunkel ist.

Weil ich es nicht lassen kann, habe ich auch noch ein Video gemacht. Zuerst sieht man das ganze Studentendorf und am Ende ist ein Teil der Uni in der Mitte des Bildes. Unser Weg ist wirklich nicht so lang.

Ich hoffe und denke, dass ich in diesem (hoffentlich) weniger stressigem Semester öfter Blogeinträge schreiben kann. Ende des Monats kommt Theresa, unsere Freundin aus Bayern, zurück und dann wollen wir ein soziales Semester mit allen möglichen Aktionen und Tagestouren machen. Das wird sicher toll!

PS: Das Video aus September 2019 in Dänemark ist endlich fertig!

Taufe in Trondheim

Vorletztes  Wochenende waren wir in Trondheim, um die Taufe von Johannas Neffen wahrzunehmen. Erstmal war das eine schöne Pause vom Stress für ein paar Tage und dann konnten wir auch die Familie mal wieder sehen. Es gab natürlich viel Rumgesitze, Kuchen (lecker!) etc., aber es war für mich auch eine interessante Erfahrung, mit einem 2 Monate alten Baby umzugehen. Zudem war es mein erster norwegischer Gottesdienst. Hier läuft es ähnlich, aber doch irgendwie anders ab. Allerdings hat die Pastorin schon eine moderne Prädigt gehalten. Die Kirche selbst war dafür sehr schlicht, aus Holz und irgendwie gemütlich. Dazu tragen vermutlich auch die Kaffee-Sitzecken, die ich bisher in jeder Kirche hier gesehen habe, bei.

Die Hin- und Rückreise haben wir mit dem Zug gemacht. Auf der Hinfahrt habe ich eine 120 Seiten Masterarbeit durchgelesen und auf der Rückfahrt waren wir in einem Schlafwaggon, was wieder aufregend aber wenig erholsam war. Ich bin nachts ein paar Mal aufgewacht, als ich in Richtung meines Kopfes gerutscht bin, der Zug war offenbar durch eine Kurve angewinkelt und hat laut geknackt. Wenn man 10 mal in der Nacht aufwacht und denkt, dass der Zug gleich verunglückt, schläft man eher so lala. Ich war aber nach zwei Tagen wieder auf den Beinen.

Es sieht so aus, als hätte sich der ganze Uni- und Labor-Stress bisher zumindest finanziell gelohnt. Ich bekomme jetzt für meine Arbeit im Labor einen einmaligen Studentenlohn, den man so in Deutschland nie im Leben bekommen hätte. Außerdem sieht es jetzt so aus, als würden wir zumindestens bis Weihnachten weniger Stress haben, da die Klausurenphase anfängt und wir uns darauf konzentrieren müssen. Ich möchte anmerken, dass es eher wahnsinnig ist, dass die normalerweise stressigste Phase des Semesters für uns die “Erholungsphase” wird. (Ich habe mit dem Freund von Johannas Schwester darüber geredet und er meint, dass es nach dem Studium weniger stressig für ihn geworden ist (er ist jetzt Lehrer).)

Ich melde mich vielleicht vor Weihnachten nochmal (ich bin ab dem 12.12. alleine in Ås, da Johanna dann fertig ist und Leute besucht). Dann kann ich hoffentlich endlich mal das Video von Dänemark im September fertig machen. Nagut, bis denne!

 

Ausnahmezustand

Als Johanna und ich diese Woche spazieren waren haben wir festgestellt, dass gerade absoluter Ausnahmezustand für uns herrscht. Wir haben so lächerlich viel zu tun, dass wir uns faul fühlen, wenn wir mal einen Tag “nur” 8 Stunden gearbeitet haben und trotzdessen, dass wir quasi nichts anderes machen, häuft sich die unerledigte Arbeit immer höher. Die ungünstige Situation aus einem gewöhnlichen Uni-Semester und gleichzeitig der Masterarbeit erlaubt einfach gar keinen Spielraum für Freizeit.  Sobald man theoretisch Mal ein paar Stunden frei von der Uni hat, kann man ja etwas für die Masterarbeit tun. Ins Labor kommt man auch am Wochenende, wie zB heute am Sonntag. Also steht jeden Tag Arbeit von 8 bis mindestens 18/19 Uhr an, oft auch länger. Das ganze ist natürlich unbezahlt. Dann ist es kein Wunder, dass sowohl Johannas als auch meine Laune meistens nicht strahlend ist. Ungefähr Anfang Dezember allerdings sind zumindest die Vorlesungen vorbei. Dann stehen zwar unmittelbar die Klausuren an, aber dann müssen wir nur lernen und haben eine gute Begründung nicht an der Masterarbeit zu werkeln. Eigentlich ist die ja nur für das kommende Semester gedacht, aber wir waren ja schlau genug, früh anzufangen (achtung Ironie). Jedenfalls ist es ab dann wieder möglich sich auf eine Sache gleichzeitig zu konzentrieren. Dann hat man sicher nicht mehr das Gefühl in Arbeit zu ersticken und stattdessen fühlt man vielleicht sogar wieder, dass man auf etwas zu arbeitet und nicht hier ist, um bestraft zu werden.  Ich möchte mich gerne für den saueren Ton entschuldigen, aber so ist nun mal die Realität – und wir fühlen uns sicher besser, wenn wir das hier später nochmal lesen und es besser haben. Das ist ja das doofe; ich denke eigentlich gar nicht, dass ich ein negativer Mensch bin, aber das hier würde vermutlich jeden fertig machen.

Das Dänemark Video habe ich noch nicht wieder angerührt, aber dafür habe ich einen kurzen, representativen Clip aus dem Alltag. Diese Woche bin ich zum Zahnarzt gegangen, da ich dachte, ich hätte Zahnstein. Es hat sich herausgestellt, dass es eine alte, schlecht gemachte Füllung war, die ausgetauscht werden muss und ich zudem noch ein Loch habe. Da Zahnärzte hier in Norwegen nicht von der allgemeinen Versicherung gedeckt werden und jeder die Kosten selbst tragen muss, sieht es so aus, als ob der Spaß mich 4800 NOK (~480€) kosten wird. Alternativen dazu gibt es nicht wirklich. Ist ja auch nur der Wert von Essen für uns beide für ca. 2 Monate. Später, mit einem dementsprechend bezahlten Job, ist das hoffentlich kein großes Drama mehr, aber jetzt wirkt es schon etwas lächerlich. Immerhin wirkt der Zahnarzt sehr qualifizert.

Ich gehe dann mal zurück an die Arbeit. Man liest sich hoffentlich mit fröhlicheren Tönen dann demnächst wieder!

Schon wieder ein Monat

… ist vergangen, seit ich den letzten Eintrag geschrieben habe. Inzwischen ist der Herbst voll im Gange, die Bäume sind quasi schon alle kahl. Ich habe in der Übergangszeit öfter Spaziergänge gemacht und das mit Fotografie verbunden, da ich mich die letzten Herbste immer geärgert habe, dass ich keine Bilder davon bekommen habe. Die Blätter sind recht schnell von grün zu gelb gewechselt und schliesslich ganz abgefallen. Einen ähnlichen Verlauf hatte auch die Temperatur und das Tageslicht, welche jetzt beide eher am Minimum rumlungern. Wenn man das noch mit einer Überdosis Stress kombiniert, ist es kein Wunder, dass besonders ich (aber auch Johanna) quasi jeden Tag behaupten kann, dass es nicht gerade mein Tag war. Ich versuche mich einfach auf Weihnachten zu konzentrieren, wo dann alles überstanden ist – tatsächlich habe ich dann meine letzte Vorlesung gehabt und es steht nur noch die Masterarbeit aus! Dann ist es langsam auch gut. Keine Ahnung, wie Leute die Kraft aufbringen einen Doktortitel zu machen (sowas dauert drei Jahre und hat eine ganz ordentliche Rate von Burnout-Kranken).

Also, ich klinge jetzt sicher sehr negativ, aber ab von dem ganzen Uni-Stress läuft einiges eigentlich ganz gut. Wir treffen uns jetzt ab und  zu mit dem Fotoklubb. Schön, dass man mit ein paar Leuten über sein Hobby reden kann, ohne das man sie einschläfert! Aprospros Hobby; ich weiss nicht, ob ich das schon geschrieben hatte, aber seit diesem Sommer spiele ich Dudelsack, oder zumindest die Übungsflöte dafür. Zwar habe ich extrem wenig Zeit zum üben, aber auch mit 15min am Tag kommt man weiter. Vielleicht können Tobi und ich in Zukunft im Weihnachtsmannkostüm wandern und dabei Weihnachtslieder live mit 120db um die Ohren bekommen… Also, jedenfalls macht das Instrument Spaß! Weiterhin hat unser Fitnessstudio derzeit eine Herausforderung, in 70 Tagen 30 mal trainiert zu haben. Da ich eh oft hinwollte (u.a. um den Streß auszugleichen) bin ich auf einem guten Weg das zu schaffen. So bin ich auch gut auf die 100.000 Schritte vorbereitet, die ich im Rahmen einer Fitbit Challenge an einem Tag machen möchte. Hoffentlich kann ich das nächste Woche in Angriff nehmen. Ist zwar wahnsinnig, aber ich denke da schon seit Anfang des Jahres dran und so habe ich auch ein paar nicht-Uni Ziele, die ich einfach nur aus Spaß verfolgen kann! Ich bin zwar kein Psychologe, aber das klingt ganz gesund. (Wenn ich über irgendwas klagen sollte, wäre es der Zustand meiner Psyche unter den Semestern hier.) Darüber hinaus haben wir beim gemeinsamen veganen Potluck letztens ein paar Leute (Deutsche + Norweger + Internationale) kennengelernt, mit denen wir uns seitdem jeden Mittwoch treffen, was echt toll ist! Ich freue mich auch schon wieder auf den Schnee und das Skifahren! Nicht, dass ich in der Zwischenzeit besser geworden wäre, aber das macht es irgendwie nur witziger.

So wirklich spannende Sachen sind in letzter Zeit nicht passiert. Bin fleißig und hatte irgendwie wenig Freizeit. Allerdings will ich endlich das Video aus Dänemark zusammenschneiden,  bin nur nie dazu gekommen. Da sieht man mich/uns dann auch mal wieder, habe gehört, dass das in Blogs irgendwie sinnvoll sein soll. Ich freue mich auch schon auf die Zeit, wenn wir mit dem Studium fertig sind, Ferien haben, ggfs in einem richtigen Haus wohnen werden, eine Arbeit finden (egal was die Leute sagen, mehr Stress als jetzt kann es gar nicht sein) und ich meine handwerklichen Künste, oder den Mangel davon, beweisen kann, indem ich eine Sauna baue und Möbel upcylce.

Derzeit versuche ich das Tippen mit 10 Fingern zu lernen, was die Schreibgeschwindigkeit und Präzision verbessern soll. In dem Zuge dachte ich mir, dass ich einen Storytime-Blogeintrag schreiben möchte, der dann kommt, wenn ich Zeit habe (hoffentlich diese Woche und nicht Weihnachten). Ok, dann bis denne.

3 Monate und 2 Tage…

…ist es her, seit ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe. Uiuiui. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Wir waren auf Smøla, in Trondheim, haben mit Freunden Urlaub in einer Hütte gemacht, sind nach Dänemark gereist und ich war in Deutschland.

Also, es lief ungefähr so ab: wir waren mit der Uni durch, sind nach Trondheim gefahren, dann nach Smøla, anschließend auf die Hütte mit Freunden aus Deutschland, zurück nach Smøla und dann bin ich mit Tobi und seiner Freundin in Jotunheimen wandern gewesen. Erstmal ging es dann zurück nach Ås, dann bin ich nach Deutschland geflogen (Flugscham), zurück nach Ås, dann mit dem Zug/Bus nach Dänemark für den jährlichen Großurlaub und anschliessend wieder zurück nach Ås. Damit alles ein bisschen schöner und übersichtlicher festgehalten wird und man einen besseren Eindruck bekommen kann, habe ich ein Video von allem zwischen der ursprünglichen Abfahrt aus Ås und dem Wandern in Jotunheimen gemacht. Das tue ich an das Ende des Eintrags. In dem Video steckt viel Liebe, auch damit es später quasi den selben Zweck, wie ein Fotoalbum, erfüllen kann.

Anstatt jetzt alles in Details zu beschreiben überlasse ich das lieber dem Video und fasse es einfach kurz zusammen.

Es war sehr schön, wieder in Trondheim und auch besonders Smøla zu sein. Nachdem wir ewig in Ås waren und wirklich viel gearbeitet haben, hatten wir uns eine Pause verdient und da ist es echt toll, raus in die Natur zu kommen und sich mal anderen Dingen als Abgabefristen und großen Projekten zu widmen. Es war wirklich super, draußen rumzugehen, ein bisschen Müll zu sammeln, zu rudern, zu baden (am Anfang war es ganz schön brutal: 11°C) und sich mit trivialen Dingen zu beschäftigen. Mein Highlight des Sommers war dann der Besuch von ein paar Freunden aus Deutschland (ihr wisst, wer ihr seid). Wir waren eine Woche lang in einer kleienen Hütte ohne Strom, Wasser etc. und haben einfach die Seele baumeln lassen. Es war einerseits einfach wunderbar eine ganze Woche mit Freunden zu verbringen und andererseits konnte ich das erste Mal etwas machen, auf das ich mich schon länger gefreut hatte: Leute nach Norwegen einladen, und ihnen eine recht einzigartige Erfahrung bieten. (Ok, die Hütte gehört Johannas Mama, also technisch gesehen habe ich damit nicht viel zu tun, aber trotzdem!) Es war auch sehr interessant, die Landschaft, die ich dort vorher nur im Winter gesehen hatte, mal im Sommer zu erleben. Ich habe sie quasi gar nicht wieder erkannt und konnte mich so über den selben Ort gleich ein zweites Mal freuen! Leider hat ein Besuch von meinen Eltern (nach Norwegen) nicht geklappt, dafür bin ich aber zu ihnen gereist und wir haben uns ein paar tolle Tage mit Fahrradtouren etc. gemacht. Passend zum Dänemark-Urlaub, der jetzt nichtmal eine Woche her ist, bin ich ordentlich krank geworden. Trotzdem würde ich sagen, dass es in den Top drei Erlebnissen dieses Jahr war. Wenn man Leute, mit denen man gut klar kommt, nur selten sieht, sind die Begegnungen meistens etwas ganz besonderes und die Leute voller Energie.  Mit so einem vollen Sommer hatte ich dann auch mal eine umgekehrte Situation zum Normalen, was den Blog angeht: Ich habe zu viel erlebt und zu wenig Zeit gehabt, um Einträge zu schreiben. Dafür habe ich allerdings fleißig gefilmt und zusammengeschnitten. Damit verabschiede ich mich erstmal aus dem mittlerweile herbstlichen Norwegen!

Ferien!

Wir haben es geschafft! Morgen ist mein letzter Tag im Labor, bevor wir Ferien haben. Johannas Kurs war überraschenderweise schon heute zu Ende, aber mit über 12h Anwesenheit pro Tag ist das wohl verdient. Samstag geht es dann schon weiter zu Johannas Eltern in Trondheim und darauffolgend ist erstmal nichts geplant. Am 10. kommen die Leute aus Deutschland zu Besuch auf die Hütte, wo wir Ostern 2018 waren. Seht ihr dann noch. Es ist auf jeden Fall erstmal schön, nichts, bzw. wenig, geplant zu haben. Endlich mal keine Pflichten mehr, yes!

Scheinbar habe ich an diesem Zeitpunkt schon mehr für die Masterarbeit gemacht, als die meisten anderen Leute. Das war irgendwie überraschend, aber jetzt habe ich auch schon einen Monat hart daran gearbeitet. Naja, besser zu früh dran, als dann am Ende Streß zu haben. Jetzt ist aber erstmal Pause. Also ab morgen Mittag, nachdem wir unser Experiment in Gang gesetzt haben.

Erstmal bin ich aufgeregt darauf, machen zu können was ich möchte. Ich habe Lust schöne Fotos und (lustige) Videos zu machen. Wenn man aus seiner gewohnten Gegend rauskommt, ist ja irgendwie alles spannend. Außerdem werde ich besser in der neuen Bearbeitungstechnik, die ich mir nebenbei versucht habe beizubringen.

Letzte Woche war Annkathrin (unsere deutsche Freundin aus 2018) hier, um ihre Masterarbeit zu verteidigen, wo ich Zuschauer war. War interessant das zu sehen, aber der Punkt ist eigentlich, dass wir mit ihr und ihrem Freund am Wochenende auf der Hütte von Johannas Onkel außerhalb von Oslo waren. Die liegt mitten im Wald und ist quasi umgeben von nichts. Wir waren spazieren, haben unsere primitive Zuflucht genoßen und waren sogar baden. Also hier sind ja keine 40°C, wie in Deutschland, sondern eher so 15-20. Das Wasser hatte eher so 18°C  an der Oberfläche und so-kalt-dass-es-wehtut Temperaturen an den Füßen. Allerdings soll kalt baden ja gesund sein und man fühlt sich wirklich super gut, wenn man es gemacht hat. Es ist immer wieder etwas besonderes keinen Strom, fließend Wasser usw. zu haben. Erstaunlicherweise hat es eher einen entspannenden Effekt, als alles andere. Hier ein Foto von dem kleinen See, in dem wir gebadet haben:

Jetzt weiss ich nicht so richtig, was ab Samstag passiert, aber dadurch wird es ja nur spannender. Ich halte euch ab und zu auf dem Laufenden und versuche diesen Sommer am Ende in einem Video zusammenzufassen. Übrigens toll, dass ihr das noch lest! Der Blog ist jetzt schon über ein Jahr alt – unglaublich.

PS: Jetzt habe ich auch bald alles an Bürokratie geregelt. Geht schnell hier.

Laborarbeit

Seit ich wieder in Ås bin, wollte ich gerne etwas für meine Masterarbeit machen, ohne zu wissen, wie viel Arbeit das ist. Also habe ich im Forschungszentrum nachgefragt, ob ich schon anfangen kann zu arbeiten. Direkt am nächsten Tag habe ich angefangen und bin seit dem jeden Tag so 5 – 9 Stunden dort, um Pre-Tests zu machen, also um sicher zu stellen, dass das eigentliche Experiment auch ordentlich wird. Da habe ich mich wohl mit den Ferien zu früh gefreut. Allerdings macht es Spaß dort zu sein, da quasi alles neu ist, aber zu einem guten Teil auf meinem Studiums-Wissen beruht. Ist wirklich spannend! Bisher habe ich die Eigenschaften des Bodens untersucht, den wir benutzen werden und geschaut, welche Futtermischung die Regenwürmer bevorzugen, die im Experiment dann evtl. Mikroplastik weiter zerbrechen. Vermutlich spannender, wenn man selbst involviert ist.

Ansonsten mache ich Sport, ein paar Fotos und versuche ein bisschen runter zu kommen (nicht so einfach, wenn man eigentlich noch arbeitet). Johanna hat im Juni einen Blockkurs, der zeitlich vollkommen über die Stränge schlägt. Gestern war sie 14,5 Stunden in der Uni. Zwischen Ende des einen und Beginn des anderen Tags lagen dann 8 Stunden. Meine Güte… Naja, aber deshalb ist dieser Monat zwar eigentlich frei, aber eigentlich mehr ein bisschen wie Urlaub im Gulag. Aber das geht auch vorbei und ist (zumindest für mich) ganz ok. Dafür freuen wir uns schon auf den Juli, wo wir dann Ferien mit den anderen machen und wirklich komplett frei haben.

Bei dem Foto habe ich mich an neuen Techniken geübt und bereite mich quasi auf den “richtigen” Sommer vor. Das ist übrigens das Gebäude, in dem ich meistens Uni habe. Und apropros richtiger Sommer: Während in Deutschland scheinbar 30°C sind, haben wir hier 10 und Dauerregen. Also für unseren Monat passt es eigentlich ganz gut und man schmilzt nicht vor Hitze, passt also.

Heute fühle ich mich ein bisschen krank, weshalb der Blog vermutlich nicht hochqualitativ ist. Wird später wieder besser.

Sommerferien – yes!

Halleluja, Klausuren sind vorbei und für mich stehen Ferien an! Das einzige, was jetzt zu tun ist, ist die Vorbereitung für die Masterarbeit. Vermutlich werde ich ab Montag mit der Zubereitung der Bodenproben helfen (das Plastik in denen soll ggfs. von Bakterien zersetzt werden). Dann geht es entweder im Juni oder August nach Berlin. Mehr habe ich in den nächsten drei Monaten nicht als Aufgabe. Herrlich!

Nachdem ich in meinen Klausuren bisher nur gute Noten abgesahnt habe (sowas ist ja Neuland für mich), sind Johanna und ich noch am selben Tag nach Oslo gefahren, wo wir Johannas Opa und seine Freundin besucht haben. Die beiden sind immer interessante Gesprächspartner und meiner Meinung nach untypische Großeltern im positiven Sinne. Den nächsten Morgen ging es in aller Früh per Zug nach Trondheim. Auf dem Weg wurde ich daran erinnert, wie schön Norwegen doch ist – und wie kalt, weil teils noch Schnee liegt. In Trondheim haben wir direkt am nächsten Tag gehandwerkert. Johannas Bruder will seinen Dachboden isolieren, wo wir einen Tag lang mit angepackt haben. Das war eine schne Abwechselung zum Pauken am Schreibtisch.

Es war auch sehr schön, die Familie mal wieder zu sehen. Ich kann nicht fassen, dass es 10 Monate her war, seit ich das letzte Mal in Trondheim war. Im Vergleich zu Ås und Oslo ist Trondheim wirklich hübsch, dort hat man irgendwie mehr das Gefühl in Norwegen zu sein, als hier, wo es eine Mischung aus Landwirtschaft und Großstadt ist. Leider hatte ich keine richtige Chance Bilder zu machen. Es war auch gut, mal an nichts zu denken und einfach ein bisschen zu sein.

Nach dem Handwerken sind wir am folgenden Tag zu einem dugnad in Melhus geradelt (1h von Trondheim), wo wir ein paar Stunden lang Grünkohl gepflanzt haben. Das war auch schön, allerdings hatte ich danach Rücken – hatte mich wohl zu lange nicht bewegt. Allerdings hatte ich dabei ein Mountainbike, was meine Lust auf mountainbiken wieder erzündet hat. Da ich mir sowieso eins holen wollte und ich jetzt ja viel Freizeit habe, werde ich jetzt versuchen mir ein gebrauchtes zu kaufen. Ich fahre sogar gleich los, um mir ein vielversprechendes anzugucken.

Den Rest der Zeit haben wir genutzt, um in Trondheim spazieren zu gehen, ein paar Großstadteinkäufe zu erledigen (Sachen, die man “aufm Dorf” nicht bekommt), viel mit Johannas Katze zu kuscheln, Brettspiele zu spielen und zu lesen. Johanna ist jetzt noch in Trondheim, kommt aber auch bald zurück nach Ås, muss aber Montag mit der Uni für eine Woche weg. Da passt es sich dann auch gut, wenn ich mit Bodenproben und mountainbiken (+ fotografieren) beschäftigt bin. Außerdem habe ich wieder angefangen zu trainieren, was ich wegen der Klausurenphase mit leichter Krankheit sein gelassen hatte. So kann es gerne weiter gehen!

PS: Ich will die Tage das Video von meiner 700-Etagen Challenge schneiden.